Hunde gibt es in allen nur erdenklichen Rassen und Arten. Es gibt große und kleine, lang- und kurzhaarige, dicke und dünne, reinrassige Hunde und Mischlinge. Jeder von euch wird andere Vorlieben haben, doch egal, für welchen Hund ihr euch entscheidet, es müssen gewisse Regeln beachtet werden.
Haltung:
Wer sich einen Hund anschafft, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er vom Gesetz verpflichtet ist, für eine artgerechte Haltung zu sorgen. Diese Regel wird allerdings allzu oft missachtet, gerade dann, wenn der Hund im Weg ist. Insbesondere in Ferienzeiten sind Haustiere oft ein Klotz am Bein und werden daher kurzerhand ausgesetzt. Hunde sind besonders häufig von einer Aussetzung betroffen.
Deshalb solltet ihr euch vorher ernsthafte Gedanken darüber machen, ob ein Hund wirklich das ideale Haustier für euch ist und ob ihr auch bereit seid, Abstriche in eurer Freizeitgestaltung dafür in Kauf zu nehmen.
Und wenn ihr gemeinsam mit euren Eltern und Geschwistern nach reiflicher Überlegung der Meinung seid, dass ein Hund gut zu eurer Familie passt, dann gibt es natürlich noch viele weitere Dinge zu beachten.
Hundeerziehung:
Kommt ein Hund neu in die Familie, solltet ihr zu allererst ein Vertrauensverhältnis zum Tier schaffen, ehe ihr mit der Erziehung des Hundes beginnen könnt. Dazu gehört auch ein eigener Platz für das Tier, der so gewählt ist, dass er nicht ständig geändert werden muss und als Rückzugsort für den Hund dient.
Sicherlich ist es einfacher einen jungen Hund zu erziehen als einen älteren (z.B. aus dem Tierheim), bei dem ihr viel Geduld aufbringen müsst.
Die Erziehung erfolgt hauptsächlich durch Loben und Bestrafen. Mit „Bestrafen“ sind aber keinesfalls körperliche Züchtigungen gemeint, wie etwa Schläge mit einem Schuh oder einer Zeitung. Doch macht eurem Hund unmissverständlich klar, dass ihr sein Fehlverhalten nicht duldet. Vermittelt dem Hund mit möglichst ruhiger und vor allem tiefer Stimme seinen Fehler. Und vor allem: bestraft ihn sofort, wenn er etwas gemacht hat. Denn später wird er sich an sein Fehlverhalten nicht mehr erinnern können… Damit würdet ihr nur das zuvor aufgebaute Vertrauensverhältnis wieder zunichte machen. Bestraft euren Hund jedoch niemals mit dem Entzug von Futter und Wasser.
Noch viel wichtiger ist das Loben. Wenn der Hund etwas richtig und gut gemacht hat, solltet ihr ihn das von Anfang an spüren lassen. Wenn er beim Spaziergang beispielsweise folgsam war und nicht übermäßig an der Leine gezerrt und gezogen hat, sollte er mit Hundekuchen, Spielzeug, liebevollen Streicheleinheiten und lobenden Worten belohnt werden. Auch an eurer Stimmlage sollte das Tier erkennen, wenn es etwas gut gemacht hat.
Sinnvoll ist es auch, mit dem Hund gemeinsam eine Begleithundeprüfung zu absolvieren, mindestens aber einen vernünftigen Begleitkurs. Denn so bereitet ihr euer Tier gut auf die Alltagssituationen wie Jogger, Straßenverkehr und größere Menschenmengen - z.B. beim Einkaufen oder beim Stadtbummel - vor. Ist der Hund an solche Sachen gewöhnt, wird er in Zukunft solche Stresssituationen locker wegstecken.